»Als der Regen kam« ist eine tief berührende Liebesgeschichte um zwei junge Menschen in den 1950er Jahren, die sich finden, die durch die Konventionen einer verhärteten Gesellschaft auseinandergerissen werden, die Jahrzehnte später, im Anblick des Flusses, der das Städtchen durchströmt – Granatblüte gegen Eichenblatt –, im Erinnern wieder zueinanderfinden. Es ist zweifellos ein literarisches Ereignis, wie es Urs Augstburger schafft, dem Vergessen, der Demenz eine Form, ein Gesicht zu geben. Familiengeschichte, Heimatbuch, Liebesroman. Helen Nesta ist krank. Alzheimer im fortgeschrittenen Stadium, so lautet die Diagnose. Alleine wohnen kann die 72-Jährige nicht mehr, das Pflegeheim ist ihr neues Zuhause. Als sich Helens Zustand verschlechtert, reist ihr Sohn Mauro aus Italien in die Schweizer Heimat.Angekommen im kleinen Städtchen an der Aare, findet sich Mauro mitten in den Vorbereitungen für das Jugendfest wieder, jenem Ereignis, dass Generationen über die Jahrhunderte hinweg geprägt hat. Am Ritual hat sich nichts geändert.
291 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen